Ausstellung No. 19 im Artler

Klaus Ammann

Jahresschaupreisträger 2016

Noch bis zum 26. August und auch in der Museumsnacht von 18 bis 24 Uhr geöffnet

 

Die Gemeinschaft der Lübecker Künstler ehrt Klaus Ammann als Jahresschaupreisträger 2016 mit einer Einzelausstellung in der Galerie Artler.

Klaus Amman zeigt Wandobjekte und freistehende Arbeiten, die er aus Fundstücken oder passend angefertigten Elementen entstehen lässt. Für den Künstler haben „arme“ Materialien, die er auf seinen Wegen findet, eine ganz eigene Magie. Alte Holzstücke, Federn, eigenartige Pflanzenteile, aber auch buntes Plastik und Schrott, all dies hat in den Augen des Künstlers einen eigenen Wert, der sich nicht (mehr) in Geld bemisst. Das kleine, scheinbar wertlose Ding erzählt für ihn vom ganzen Großen.

Er fertigt daraus Assemblagen, die in ihrer Anmutung z.B. an geflügelte Wesen oder altarähnliche Objekte erinnern. Kult und Fetisch sind Begriffe, die sich mit den entstanden Werken in Verbindung bringen lassen. Häufig tauchen auch erfundene oder real existierende Schriftzeichen auf, die aber nicht darauf angelegt sind, irgendetwas zu erklären. Gerade die Unklarheit, das nicht Definierte gibt Denkanstöße, sagt der Künstler. Die religiösen, bzw. spirituellen Aspekte sind für ihn wichtiger Teil, wenn nicht sogar Ziel seiner Arbeiten. Andererseits beinhalten die  Werke aber auch leichte, spielerische Elemente.

Der Umgang des Künstlers mit den kleinen Fundstücken stellt gleichzeitig unser Verhältnis zu den Dingen an sich in Frage. Klaus Ammanns Ausstellung ist sicher auch in diesem Sinne als Einladung zu verstehen, innezuhalten, sich selbst Fragen zu stellen und in der Betrachtung zu sich zu kommen.

(Maria Gust)

Artler, Gr. Burgstr. 32, 23552 Lübeck

Öffnungszeiten Do u. Fr 17 bis 19 Uhr und Sa 12 bis 14 Uhr • Kontakt 0175-5209777